71. Generalversammlung der Musikkapelle Oberaudorf - Vorstandschaft im Amt bestätigt

Ende Januar war die jährliche Generalversammlung der Musikkapelle Oberaudorf - mit Neuwahlen.

 

Die gesamte Vorstandschaft wurde in ihren Ämtern bestätigt und für die nächsten zwei Jahre erneut gewählt.

Wir bedanken uns bei unseren Musikerkollegen und -kolleginnen für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns auf die bevorstehende Zeit.

 

Unsere Vorstandschaft (v. l. n. r.):

Erster Dirigent Wast Baumann, Beisitzer Wasti Baumann, Beisitzer Alois Kammerloher, Zweite Kassierin Irmi Resch, Jugendvertreter Andreas Heppel, Erster Vorstand Christoph Höflinger, Zweiter Dirigent Sepp Steinmüller, Schriftführerin Vroni Oswald und Erster Kassier Ludwig Miesbeck.

(Nicht auf dem Foto: Zweiter Vorstand Klaus Kammerloher)

 

Generalversammlung mit Neuwahlen

 

 

Zweiter Kassier Matthias Heidinger, Dirigent Sebastian Baumann, Erster Vorstand Christoph Höflinger, Zweiter Vorstand Klaus Kammerloher, Jugendwart Andreas Heppel, Beisitzer Alois Kammerloher, Schriftführerin Vroni Oswald, Erster Kassier Ludwig Miesbeck und Beisitzer Sebastian Baumann jun.

 

Nachdem unsere Generalversammlung mit Neuwahlen heuer bekanntermaßen nicht turnusgemäß im Januar stattfinden konnte, blieb die bisherige Vorstandschaft der Musikkapelle Oberaudorf weiter kommissarisch in ihren Ämtern.

 

Im September konnte die Versammlung nun nachgeholt werden:

Unter der Wahlleitung von Ehrenkapellmeister Ludwig Resch wurden alle Mitglieder der Vorstandschaft neu bestätigt. Einzig unsere zweite Kassierin Irmi Resch hat ihr Amt niedergelegt, diese Aufgabe übernimmt nun Matthias Heidinger.

 

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Irmi Resch für ihr jahrelanges Engagement in der Vorstandschaft. Als Flötistin bleibt sie der Musikkapelle Oberaudorf aber selbstverständlich weiter erhalten!

 

Die Vorstandschaft bedankt sich bei allen Musikerinnen und Musikern für das entgegengebrachte Vertrauen und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.

 

70. Dreikönigskonzert am 05.01.2020

 

 

 

70. Dreikönigskonzert am 05.01.2020

 

Blasmusik in all ihren Farben steht beim 70. Dreikönigskonzert der Musikkapelle Oberaudorf wieder auf dem Programm.

Dirigent Sebastian Baumann hat erneut ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm zusammengestellt - das Repertoire reicht von moderner Filmmusik über klassische Werke bis hin zur traditionellen Blasmusik.

Auch die Jugendkapelle Oberaudorf wird wieder einige Stücke zum Vortrag bringen.

 

Das Konzert findet am Sonntag, 05. Januar 2020 um 20 Uhr in der Schulturnhalle Oberaudorf statt, der Eintritt ist frei(willig).

Nachwuchsprobleme hat die Musikkapelle nicht: Maxi Sperl (Posaune), Andreas Wechselberger (Klarinette), Matthias Heidinger (Klarinette), Kasandra Hannes (Klarinette) und Elisabeth Baumann (Klarinette) erhielten von Vorstand Christian Antretter (Dritter vo

Impressionen vom Dreikönigskonzert 2019

69. Dreikönigskonzert - ohne Wagner!

 

Seit Wochen proben die Musikantinnen und Musikanten der Musikkapelle Oberaudorf bereits fleißig für das bevorstehende Jahreskonzert.

 

Allerdings ist Etwas anders als die Jahre zuvor.

Einer fehlt bei den Proben.

Richard Wagner.  

 

Kapellmeister Sebastian Baumann hat wieder ein buntes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt – diesmal nur ohne den bekannten deutschen Komponisten. Aber dies tut dem breitgefächerten Repertoire keineswegs einen Abbruch.

 

So können sich die Zuhörer auf einen kurzweiligen Abend mit Stücken von G. F. Händel, Ennio Morricone, Julius Fucik und – natürlich, last but not least – Johannes Brahms freuen.

 

Pflichttermin für alle Freunde der Audorfer Musi!

 

Samstag, 05. Januar 2019, 20 Uhr

in der Schulturnhalle Oberaudorf am Oberfeldweg.

  

Der Eintritt ist wie immer frei(willig) - Spenden herzlich willkommen!

 

Dreikönigskonzert 05.01.2018

 

 

 

 

Toller Bericht vom diesjährigen Dreikönigskonzert im Oberbayerischen Volksblatt von Eva-Maria Gruber.

 

 

Hochzeit Theresa & Christoph

 

Am Samstag,11.11.2017 gab unser Erster Vorstand Christoph Höflinger seiner Theresa das Ja-Wort.

 

Neben der musikalischen Umrahmung in der Kirche durften wir auch mit unseren Kollegen der Musikkapelle Großholzhausen die anschließende Feier weiter musikalisch begleiten.

 

Die Musikkapelle Oberaudorf bedankt sich beim Brautpaar sehr herzlich für die Einladung und wünscht ihnen auf ihrem weiteren gemeinsamen Lebensweg alles erdenklich Gute!

Almmesse

 

Am Sonntag, 30.07.2017 findet unsere alljährliche Almmesse für Verstorbene Musikanten statt.

 

Heuer sind wird an den Schoißalmen.

Messebeginn ist um 12.00 Uhr, für das leibliche Wohl wird gesorgt!

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher!

 

 

 

Bierzelt - Auftakt:

 

Am Freitag, 28.07.2017 durften wir wie jedes Jahr die Festwoche des FVO musikalisch eröffnen.

 

 

Tolles Standkonzert mit großartigem Publikum am Donnerstag, 27.07.2017 in unserer österreichischen Nachbargemeinde Niederndorf! ?
Vielen Dank an die Bundesmusikkapelle Niederndorf für die Einladung & die Bewirtung!

 

 

Am Freitag, 07.07.2017 haben wir im Rahmen der diesjährigen Musikfilmtage Oberaudorf wieder ein Filmmusikkonzert im Kurpark gespielt.

 

Wir freuen uns sehr über die große Besucherzahl und danken Volker Rebhan ganz herzlich für die schönen Bilder!

 

 

 

Am 28. Mai waren wir bei strahlendem Sonnenschein in unserer Nachbargemeinde Bayrischzell zum Musikfest eingeladen.

 

Ein herzliches Vergelt´s Gott an die Musikkapelle Bayrischzell für die Einladung zu diesem schönen Fest!

 

 

 

Die Musikkapelle Oberaudorf hat am Samstag, 06.05.2017 mit sehr gutem Erfolg an den Wertungsspielen in Brannenburg teilgenommen.

 

Insgesamt 84 von 100 Punkten konnten wir uns mit den Stücken "Alm" und "Nanga Parbat" in der mittleren Kategorie sichern!

 

 

 

 

Die neue Vorstandschaft (v. l. n. r.):

Erster Dirigent Wast Baumann, Beisitzer Wasti Baumann, Beisitzer Alois Kammerloher, Zweite Kassierin Irmi Resch, Jugendvertreter Andreas Heppel, Erster Vorstand Christoph Höflinger, Zweiter Dirigent Sepp Steinmüller, Schriftführerin Vroni Oswald, Erster Kassier Ludwig Miesbeck.

 

 

 

 

 

 

Neuwahlen und Ehrungen bei der Musikkapelle Oberaudorf

 

Die 67. Generalversammlung der Musikkapelle Oberaudorf hat heuer im Gasthof Ochsenwirt stattgefunden.

Vorstand Christian Antretter begrüßte neben den zahlreichen Musikantinnen und Musikanten ganz besonders Zweiten Bürgermeister Alois Holzmaier, Ersten Vorstand vom Trachtenverein Oberaudorf Hans Holzmaier, sowie Ehrenkapellmeister Ludwig Resch und das frischgebackene Ehrenmitglied Anton Heppel.

Nachdem die Vorstandschaft in den einzelnen Berichten das Jahr Revue passieren hat lassen, folgten auch schon die anstehenden Neuwahlen: Mit 25 Stimmen und zwei Enthaltungen wurde Christoph Höflinger zum Ersten Vorstand der Musikkapelle gewählt. Zweiter Vorstand wurde mit 26 Stimmen und einer Enthaltung Klaus Kammerloher. Dirigent Wast Baumann sowie Zweiter Dirigent Sepp Steinmüller wurden in ihren Ämtern erneut bestätigt. Auch Jugendvertreter Andreas Heppel übt seinen Job weiterhin aus. Das Amt des Ersten Kassiers tritt nun Ludwig Miesbeck an, unterstützt durch Irmi Resch als Zweite Kassierin. Zur Schriftführerin wurde Marketenderin Vroni Oswald gewählt, nachdem sich der bisherige Schriftführer Erich Maag aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stellen konnte.  Ganz besonders erfreulich ist es, dass die Vorstandschaft durch zwei junge Musikanten bereichert wird:  So wurden mit großer Mehrheit Wasti Baumann jun. und Alois Kammerloher jun. zu den beiden Beisitzern gewählt.

 

Zusätzlich wurde bei der Generalversammlung noch auf die herausragenden Leistungen zweier Musiker eingegangen:

Anton Heppel wurde beim diesjährigen Dreikönigskonzert mit der Auszeichnung zum Ehrenmusikanten überrascht. Durch seine 12-jährige Tätigkeit als Vorstand der Musikkapelle Oberaudorf, seine jahrzehntelange Mitgliedschaft und sein nicht enden wollendes Engagement brachten ihm diese besondere Auszeichnung ein.

Auch für Jakob Schmid gab es Anlass zu feiern: Mit seinen überragenden musikalischen Leistungen konnte er sich das Goldene Leistungsabzeichen sichern und erntet so von seinen Musikerkollegen viel Lob und Anerkennung.

 

 

 

 

 

 

Das Bild zeigt die beiden strahlenden Musiker:

 

Anton Heppel und Jakob Schmid.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dreikönigskonzert 2017

 

 

Bereits zum 67. Mal starten die rund 50 Musikantinnen und Musikanten der Musikkapelle Oberaudorf mit ihrem traditionellen Dreikönigskonzert ins Neue Jahr.
Mit einem breitgefächerten Programm gelang es ihnen auch heuer wieder, die vielen Zuhörer in der Schulturnhalle Oberaudorf in ihren Bann zu ziehen.
Alljährlich führt Annelies Baumann gekonnt und mit viel Charme durch den Abend und ist beim Dreikönigskonzert schon nicht mehr wegzudenken. Kurzweilig und unterhaltsam enthüllt sie die verschiedensten Anekdoten zu den einzelnen Werken und ihren Komponisten.
Nach der offiziellen Begrüßung von Georg Heidinger machte eine Uraufführung des von Josef Pirchmoser komponierten Stücks „Der heilige Märtyrer Sebastian“ den Auftakt des Konzerts.
Die geschickte und bunt gefächerte Programmauswahl von Dirigent Sebastian Baumann zog sich durch den Abend; es folgte auf Wunsch von Guido Sperl zum 40-jährigen Vereinsjubiläum Guiseppe Verdi´s „Giovanna D´Arco“ und schließlich Johann N. Hummel´s „Andante aus dem Trompetenkonzert in Es-Dur“ mit Jakob Schmid als Solisten.
Anschließend wurde die „Annen Polka“ von Johann Strauß zum Besten gegeben, bevor mit dem bekannten „Gladiator“ von Hans Zimmer der erste Teil des Konzerts endete.
In der Pause beeindruckte die Jugendkapelle Oberaudorf unter der Leitung von Stefan Reinbrecht das Publikum.
Der zweite Teil begann mit dem Marsch „Bavaria Blue“ von Ernst Hoffmann.
Ein ganz besonderer Höhepunkt war ohne Zweifel das darauf folgende Stück „Hindenburg“ von Michael Geisler, welches sich Christian Antretter ebenfalls anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums gewünscht hat und das Publikum mit spektakulären Lichteffekten verzauberte.
Weiter ging es auf der musikalischen Reise mit „Amor, Amor, Amor“ von Gabriel Ruiz.
Mit dem „Optimisten Marsch“ von Miroslav Juchelka klang das offizielle Programm des diesjährigen Dreikönigskonzerts aus.
Nach zwei Zugaben folgte schließlich ganz traditionell Johannes Brahms „Guten Abend, Gute Nacht“, das alljährlich das Dreikönigskonzert beendet.
Im festlichen Rahmen des Konzerts wurde Anton Heppel zum Ehrenmitglied ernannt. Aufgrund seiner jahrzehntelangen Mitgliedschaft und seiner langjährigen Tätigkeit als Vorstand konnte ihm diese Auszeichnung verliehen werden.
Zwei Jungmusikanten hatten heuer auch erstmalig die Chance beim Konzert mitzuspielen. Fiona Leger und Cassandra Hannes haben hier ihr musikalisches Können unter Beweis gestellt.
Außerdem wurde auch die bisherige Marketenderin Michaela Maier verabschiedet. Ihre Tätigkeit übernimmt nun Johanna Oswald.

 

Dreikönigskonzert 2017

 

 

Große Gefühle prägten das 66. Dreikönigskonzert der Musikkapelle Oberaudorf in der Turnhalle: Von Liebe und Tod, von Aufstieg und Fall war zu hören.

 

„Echte“ Römer in voller Montur marschierten durch die Turnhalle und zur Beruhigung gab es zum Schluss traditionell das Wiegenlied von Brahms – ein Dreikönigskonzert im Rausch der Leidenschaft.

 

Oberaudorf – Mit „Des großen Kurfürsten Reitermarsch“ von Kuno Graf von Moltke startete die Musikkapelle in die Programmfolge. Jugendlicher Leichtsinn und quälende Schwermut klingen aus „La Bohème“, Giacomo Puccinis Oper, „die wohl zu den schönsten und wohl deshalb auch meistgespielten Opern gehört“, so Ansagerin Annelies Baumann, die durch den Abend führte. Das dargebotene Liebesduett „Liebe und Tod“ sorgte – gerade mit Blick auf das tragische Ende der Oper – für Herzschmerz. Für Linderung sorgte der sanfte Klang der Harfe, gespielt von Christine Stegmeier.

 

„Venus auf Erden“ oder ein „Liebestraum“ – so heißen zwei der zahlreichen Operetten des Theaterkapellmeisters und Musikverlegers Paul Linke, der 1866 in Berlin geboren wurde. Die Musikkapelle Oberaudorf brachte „Grigri“ zur Aufführung. Die Ouvertüre widmete die Musikkapelle dem ehemaligen Kapellmeister Bruno Braunhard, der heuer 100 Jahre alt geworden wäre. Sie erntete großen Applaus für die Uraufführung des Stücks.

 

Mit „Auf der Jagd“, der Schnellpolka von Johann Strauß, ging es rasant weiter. Dann verband Kapellmeister Sebastian Baumann kühn die Komposition „Nanga Parbat“ des Zillertales Michael Geisler mit dem „Projekt Rheingold“ von Richard Wagner. Von den höchsten Höhen stürzte der Zuhörer ab in die tiefsten Tiefen, auf den Grund des Rheins, „an den Ursprung der Welt“, wie in Wagners Ring behauptet wird.

 

Ähnlich theatralisch ging es nach der Pause, die vom Jugendorchester Oberaudorf unter Leitung von Sebastian Lang schwungvoll umrahmt wurde, weiter. Die „Parade der Wagenlenker“ aus „Ben Hur“ von Miklas Rozsa wurde optisch eindrucksvoll von einer Abordnung der „Hintergruaber Wongbauer“ in voller Montur bereichert. „Viele Wege führen nach Rom – manche sogar über Hintergrub“, meinte dazu Annelies Baumann.

 

Solistische Brillanz bewiesen Guido Sperl auf der Klarinette (übrigens ein Enkel des geehrten Bruno Braunhard) und Karl Sareiter auf der Posaune bei Benny Goldmanns „Memories of you“. Mit der Polka „Made in Germany“ von Michael Kuhn und dem „Gruß aus Wien“ von Robert Stolz beendete die Musikkapelle den offiziellen Teil des Programms, der vor vollem Haus noch einige Zugaben fand.

 

Die Schönste aller Zugaben leitet Kapellmeister Sebastian Baumann aber jedes Jahr selbst mit den Worten ein: „Zum Schluss Brahms“. Das Wiegenlied zum Abschluss des Dreikönigkonzerts hat schon Tradition: Englein erlauben, wie es in der zweiten Strophe heißt, im Traum eine Schau auf das Paradies – wenn das kein guter Ausblick auf das neue Jahr ist. (ge)

 

Dreikönigskonzert 2015

"Der Dirigent hat heuer kein Risiko gescheut", so lautete die erste Ansage von Annelies Baumann, die alljährlich mit Geschichten über und zu den ausgewählten Stücken gekonnt durch das traditionelle Dreikönigskonzert der Musikkapelle Oberaudorf führt. Auch heuer zeigte sich: Die Risikobereitschaft bescherte dem Publikum einen abwechslungsreichen Abend.

Oberaudorf - Dirigent Sebastian Baumann überzeugte gleich mit dem ersten Stück, der "Alpina Fanfare" von Franco Cesario, Jahrgang 1961, die mit einem Schlag auf einen riesigen Gong beginnt, doch auch viele leise Stellen hat, die die Oberaudorfer Musiker mit Bravour vortrugen. Dieses Stück würde man sich wirklich einmal in den Alpen wünschen, inmitten hoher Felswände, von denen es dann zurückhallt, doch diese Situation konnte man sich sogar in der zum Konzertsaal umgewandelten Oberaudorfer Turnhalle bestens vorstellen. Die Alpina Fanfare war sozusagen das Jubiläumsgeschenk für den Hornisten Andreas Heppel, der auf diese Weise für seine fünfzehnjährige Zugehörigkeit bei der Musikkapelle Oberaudorf geehrt wurde und sein Können mit einem Hornsolo unter Beweis stellen konnte.

Für das nächste Stück reiste Baumann zusammen mit seinen Musikern zweihundert Jahre zurück und bewies mit François-Joseph Gossecs "Symphonie in C", dass sie solche Zeitsprünge bestens meistern können und interpretierte das für großes Symphonieorchester komponierte Stück früh-mozartisch. Anschließend ging es wieder einhundert Jahre vor in das 19. Jahrhundert, wo mit dem Schlusssatz "Das große Tor von Kiew" aus Mussorgskys Klavierzyklus "Bilder einer Ausstellung" eine große musikalische Prozession dargeboten wurde. Das Stück hatte sich der Klarinettist Georg Heidinger anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums gewünscht. Besonders zu erwähnen ist das fulminant besetzte Schlagwerk, das diesen Kraftakt, wie ihn Annlies Baumann bezeichnete, besonders zur Geltung brachte. Danach mussten die Oberaudorfer Musiker ausnahmsweise keine Zeitreise machen, aber irgendwie von Kiew nach Wien kommen, um mit Johann Strauß in der Turnhalle Neujahrskonzertatmosphäre aufkommen zu lassen.

Behilflich waren ihnen dabei die Musikantenkinder, die in der Turnhalle Rosenduft versprühten, sodass man "Rosen aus dem Süden" nicht nur hören, sondern auch riechen konnte. Schade, dass nicht getanzt wurde, dachte so mancher Gast.

Zwei junge Musiker freuten sich über die Verleihung der Urkunden für ihr Musiker-Leistungsabzeichen: Jakob Schmid erhielt das Leistungsabzeichen in Silber auf der Trompete, spielte im Konzert jedoch Euphonium. Michael Lukasser (Flöte) nahm seine Urkunde für das Bronze-Leistungsabzeichen in Empfang, muss aber auf seinen Einsatz in der Musikkapelle noch etwas warten.

Nach der Pause blieben Sebastian Baumann und seine Musiker im 20. Jahrhundert und widmeten sich zunächst der Filmmusik. Mit der Musik aus dem Film "Die Brücke von Arnheim" von John Addinson ließen sie deutsche Geschichte aufleben. Der fließende Übergang zu "C'era una Volta in America" von Ennio Morricone gelang den vier Tubisten mit einem durchgängigen Ton perfekt. Besonders schön: Die Hintergrundstimme sang die Klarinettistin Annemarie Schwarzbeck und so sorgten große Spannung und hohe Präzision für Kino-Gänsehaut-Gefühl. In "Erinnerungen an ein Ballerlebnis" von Hans Bund mischten sich anschließend Jazz-Klänge mit Big-Band-Sound und die Oberaudorfer gaben wiederum ein Zeugnis davon, welch hohe Bandbreite sie in ihrem Repertoire haben.

Das nächste Stück war dem Posaunisten und Zweiten Dirigenten Josef Steinmüller gewidmet, der ebenfalls auf fünfzehn Jahre bei der Musikkapelle Oberaudorf zurückblickt. Natürlich hatte er sich ein Stück ausgesucht, in dem die Posaunen eine Hauptrolle spielen, was sie bei "Synkopiert" von Ernst Hoffmann taten. Gleich darauf folgte "Tijuana Taxi" von Herbert Alpert, wo sich traditionelle mexikanische Spielweise mit Jazz und Funk wunderbar mischten und Sebastian Baumann als Solist an der Hupe auftrat.

Mit "Aurora", der Morgenröte, von Giovanni Orsomando wollten die Oberaudorfer den Abend eigentlich beschließen, doch die begeisterten Zuhörer erklatschten sich noch zwei Zugaben. Großes Lob an alle Solisten, die ihre Solostellen in vielen Stücken mit großem Können und hoher Präzision vortrugen. Nach zwei traditionellen Märschen folgte, schließlich Johannes Brahms "Guten Abend, Gute Nacht", das bei keinem Dreikönigskonzert fehlen darf, diesmal sogar mit Sandmännchen-Sand!

 

Fotos gibt es hier

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